Kurzes Update
July 9th, 2009. Published under Burkina Faso, Gabon. No Comments.
Leider ist es ja auf der Seite schon seit längerem etwas ruhig geworden. Ich hoffe, dass ich die Zeit und Motivation finde noch ein paar Berichte zu schreiben, wenn ich wieder in Deutschland bin. Leider kann ich keine Bilder mehr hochladen und auch keine langen Texte schreiben, weil ich meinen Laptop einem Freund in Gabun verkauft habe und die Verbindung hier sowieso zu schlecht ist.
Hier nur mal ein kurzes Update, was ich in Gabun noch so erlebt habe:
- Judith und Josef (Studienfreunde aus Tübingen) kamen mich besuchen und zusammen haben wir eine Famulatur auf der Notaufnahme des Militärkrankenhauses in Libreville gemacht.
- Zusammen mit der ganzen Familie (Mama, Papa, Ena und Flo) haben wir eine beeindruckende Tour durch Gabun gemacht.
- Danach folgte eine weitere Famulatur im Militärkrankenhaus. Diesmal auf der Gyäkologie.
- Ende Mai bin ich dann von Libreville nach Lambaréné umgezogen, wo ich ein fünfwöchiges Praktikum im Forschungslabor vom Albert-Schweitzer-Krankenhaus gemacht habe.
- Ende Juni folgte dann der Abschied und ich musste mit einem weinenden und einem lachenden Auge Gabun hinter mir lassen.
Seit knapp zwei Wochen bin ich nun in Burkina Faso:
- Nach drei Tagen in der Hauptstadt Ouagadougou, mit Visumsantrag und viel Stadt anschauen, bin ich gen Süd-Westen Burkinas weitergereist.
- Dort bin ich seitdem in Bobo-Dioulasso. Ich famuliere vormittags im Krankenhaus von Bobo und nachmittags hab ich Zeit die Stadt und die Umgebung zu entdecken.
Natürlich kann man vieles nicht verallgemeinern und zwei Wochen sind auch zu kurz sich ein fundiertes Urteil zu erlauben. Trotzdem ein paar erste Eindrücke:
- Sehr viele nette, freundliche und offene Menschen.
- Wenn ich durch Bobo laufe, um mich etwas umzusehen und die Stadt kennen zu lernen, wird alle paar Minuten versucht mir etwas zu verkaufen.
- Ich treffe überall auf “Kunst”. An jeder Ecke gibt es Läden die Kunstgegenstände verkaufen. Überall höre ich Bongo-getrommel und viele wollen mir als “Guides” die Stadt zeigen oder mir Bongounterricht geben. Das kann manchmal ermüdend sein.
- Die Natur ist unglaublich schön. Burkina bietet dichten Wald bis Sahel-Wüste.
- Schon jetzt bestätigt sich der Eindruck, den einem die Fakten nahe legen. Burkina ist ein unglaublich armes Land. Nach dem “Human Development Index” (HDI) der Vereinten Nationen, liegt Burkina Faso aktuell auf Platz 176 von 177 untersuchten Ländern. Es gibt viele bettelnde Kinder und viele hausen unter erbärmlichen Umständen. Die Bedingungen im Krankenhaus sind nochmal deutlich dramatischer als in Gabun.
Ich werde bis Anfang August hier im Krankenhaus famulieren und anschließend noch zwei Wochen durch den Süd-Westen und die nördliche Sahelzone reisen.
Am 19. August geht dann mein Flieger von Ouagadougou nach Paris. Ich bleibe dann noch einen Tag in Paris, um mich mit französischen Freunden zu treffen. Am 20. August werde ich dann abends in Nürnberg ankommen.